"Ich beobachte mein Pferd und
mein Pferd beobachtet mich.
Es zeigt die gleichen Schwächen wie ich:
Bin ich faul, ist es auch faul;
bin ich ungeduldig, wird es heftig;
bin ich in träumerischen Gedanken verloren, dann macht es, was es will. "


(John Osgood)

Mein Leben mit den Pferden

 

 

Mein Name ist Jasmin, Geburtsjahr 1984, Geburtsort Essen.

Schon von klein auf zog mich die Rasse Equus ferus caballus mit ihrer Präsenz, Schönheit und Anmut in Ihren Bann. Ab dem 11. Lebensjahr war es mir vergönnt Reitunterricht zu nehmen.

Schulpferde direkt gab es nicht, es wurde auf zur Verfügung gestellten Privatpferden Unterricht gegeben. Das bot mir viele Vorteile, da diese Tiere alle wiederkehrend Korrektur geritten wurden.

Der Gunst meiner Reitlehrerin habe ich zu verdanken, dass ich nach ca. 1 Jahr ihren PRE Hengst Paquito reiten durfte und auch sollte. Schnell verging mein anfänglicher Respekt und auch eine gewisse Furcht vor dem unbekannten Wesen Hengst und ein gefühlt magisches Band brachte mich diesem Pferd sehr Nahe.

Viele Jahre verbrachte ich immer wieder Zeit mit Paquito; er lehrte mich viel, vor allem Geduld, Konsequenz und Vertrauen. Leider trennten sich unsere Wege.

 

Die nächsten Jahre durchlebte ich mit einigen Pferdewechseln, immer auf der Suche nach einem neuen Partner, dem ich mir verbunden fühlte.

Ein weiteres Herzenspferd wurde meine Reitbeteiligung Henk, der mir viele schöne Jahre schenkte. Mit ihm änderten sich einige meiner Einstellungen zum Pferd. Ritten wir am Anfang noch mit Pelham ins Gelände endeten wir mit Hackamore und ohne Sattel. Es war eine sehr schöne Zeit mit vielen Umbrüchen und Neuheiten für mich. Natural Horsemanship und das „leichte“ Reiten traten in mein Leben.

Das Jahr 2009 brachte für mich den endgültigen Umbruch. Auf der Equitana entdeckte ich viele negativ Beispiele und Leute die es „anders“ machten. Unter anderem sah ich Auftritte von Philippe Karl. Er zog mich in seinen Bann.

Ein berufsbedingter Umzug von Essen nach Hannover beendete meine Zeit mit Henk. Im Gegenzug verschlang ich alles was ich zum Thema „Klassisch“, „Legerete“ und „Leicht“ finden konnte. Egal was, ob Bodenarbeit, Handarbeit, Langzügel oder Reiten. Ich wusste nur, dass ich bei meinem eigenen Pferd alles anders machen würde.

Gesagt, getan. Im September hatte ich endgültig die Schnauze voll und wollte mein pferdeloses Leben beenden. Zwei Versuche eine Reitbeteiligung in Hannover zu finden scheiterten, da ich endlich meine Vorstellungen verwirklichen wollte, nicht die Interessen der Besitzer. Ich machte mich auf die Suche nach meinem eigenen Pferd.

Und ich fand Malagueno.

Die ersten Jahre unserer Zeit nahm ich Regelmäßig Unterricht bei einer Philippe Karl Schülerin. Seit März 2013 bekomme ich zusätzlich Unterricht einer Bereiterin der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg. Auch in die Akademische Reitkunst schaue ich immer mal wieder rein. Zuletzt hatte ich Sandra Maurer da, die mir auch wieder den Horizont etwas erweitert hat.