"Reiten - Das Zwiegespräch zweier Körper und zweier Seelen, dass dahin zielt, den vollkommenen Einklang zwischen Ihnen herzustellen!"

(Waldemar Seunig)

Ausbildungsinhalte

Reiten:

Ich arbeite nach den Prinzipien der Legerete (Philippe Karl) und der Barocken Reitweise.

Oberstes Gebot ist der Respekt gegenüber dem Pferd. Jede Unterwerfung und jeder Zwang werden ausgeschlossen.

Ein Hauptproblem unserer Zeit ist die eigene Losgelassenheit, wir sind immer unter Zwang under Druck und haben es oft selber verlernt uns einfach zu entspannen. Daher steht für mich ganz am Anfang den Reiter locker im Becken und in der Hand zu bekommen. Ohne dies wird es auch dem Pferd nicht möglich sein sich Losgelassen unter dem Reiter zu bewegen.

Oft versucht der Mensch dem Pferd die eigene Bewegung unterbewusst oder auch offensiv aufzuzwängen. Dies für vermehrt zu Verspannungen oder Taktfehlern.

Der Mensch, der Reiter kann sich aber auch einfach vom Pferd mitnehmen lassen, es nicht in seiner Balance stören und trotzdem in seiner Bewegung fördern und Gesund erhaltend reiten.

Ich will, es ist mir ein Anliegen, mein Wunsch und mein persönliches Ziel, dass Pferd und Reiter eine Einheit werden. Der Spaß an der Sache fördert die Verbindung zueinander, erhöht die Harmonie. Dennoch ist nie zu vergessen, dass der Mensch durch seine bloße Anwesenheit auf dem Pferderücken dem Pferd einen Schaden zuführt. Durch korrekte Gymnastizierung vom Boden aber auch vom Sattel aus kann das Pferd aber Gesunderhalten bewegt werden.

Und das ist gar nicht so schwer wenn man das Gefühl für sich und das Pferd entwickelt.

 

Hier meine eigene kleine Ausbildungsskala:

Entspannung ist also das oberste Ziel. Ein Indiz für Entspannung ist ein lockerer Unterkiefer, also ein kauendes Pferd. Die Hand hat die Aufgabe das Pferd ins Gleichgewicht zu bringen. Ein stützendes Pferd kommt auf die Vorderhand, verspannt sich im Unterkiefer. Durch Aufrichten und Nachgeben des Halses kann der Reiter das Pferd ins Gleichgewicht bringen. Gleichgewicht und Entspannung befinden sich im ständigen Wechselspiel. Das eine begünstigt das andere und verhindert dieses auch. Eine leichte Hand spielt demnach eine ganz elementare Rolle.

Gibt das Pferd im Unterkiefer nach wird es durchlässiger für die Einwirkung der Hand und man kann das Pferd durch Training der Biegung des Halses geschmeidiger machen und die Dehnung des Halses bestimmen. Der Reiter erlangt mit der Zeit Kontrolle über die Schulter. Je biegsamer ein Pferd ist desto besser wird es im Vorwärts den Takt halten.

Ein entspanntes, biegsames und frisch vorwärts gehendes Pferd ist bereit für weitere Gymnastizierung. Durch Seitengänge und Übergänge wird der gesamte Köper trainiert und macht das Pferd in der Vorder- und Hinterhand mobil.

Die Vollendung, an der Spitze der Ausbildung steht ein versammlungsbereites Pferd, dass leicht an der Hand, leicht am Schenkel, bereit ist sich auf die Hinterhand zu setzte und sich vorne groß zu machen. Es ist bereit für das Sinnbild der Versammlung, die Piaffe.

Leichtigkeit ist sowohl Start und Ende der Ausbildung.

 

Ich bilde auch gerne Pferde Gebisslos aus!

Handarbeit:

Die Arbeit an der Hand ist in der Ausbildung des Pferdes eine wunderbare Ergänzung zum Reiten. Alle Hilfen die das Pferd auch von oben erlernt werden zuerst am Boden erarbeitet und gefestigt. Besonders sinnvoll ist das Erarbeiten von Seitengängen. Das Pferd erlernt die Bewegungsabläufe bereits ohne Reitergewicht und stärkt die Muskeln die es braucht um diese auch mit Reiter auszuführen.

 

Zu der Arbeit an der Hand gehört für mich auch die Langzügelarbeit sowie das Fahren am Boden. Dieses erwartet vom Mensch ein besonderes Geschpür sowie Disziplin bei der Genauigkeit der Gabe der Hilfen.

Longieren:

Wird leider oft vernachlässigt oder die Pferde werden ausgebunden Runde für Runde über den Platz gescheucht. Die Zentrifugalkräfte wirken sich auf den gesamten Pferdeorganismus negativ aus.

Aber Longieren geht auch anders. Gymnastizierend, Antatomisch korrekt und ohne Zwang. Mein Vorbild ist in dem Fall der Longenkurs nach Babette Teschen nach dem ich nun vier Jahre arbeite.

Das Prinzip des Longenkurses ist es dem Pferd über Stellen und Biegung ein spuriges Laufen zu erklären. Es lernt mit der Zeit sich selbst zu tragen und findet sein Gleichgewicht. Dadurch kann es in Dehnung, aber auch in Aufrichtung an der Longe zu laufen.

Bodenarbeit (auch gerne mit dem Clicker) :

 

Das Natural Horsemanship lehrte mir eine effektive Art der Kommunikation mit meinem Pferd. Die Kommunikation soll mental, emotional und physisch dem natürlichen Verhalten innerhalb einer Pferdeherde nachempfunden werden. Ich möchte mit meinem Pferd eine Basis der Kommunikation finden die auf Druck verzichtet und auf Körpersprache basiert.

Wichtig dabei ist, dass das Pferd nicht zu einer Marionette wird die aufhört selbstständig zu denken. Ich will ein lebendiges Lebewesen das agiert und nicht nur reagiert.

Ziel ist eine komplett freie Arbeit mit dem Pferd ohne Strick oder Seil. Deshalb ist es ganz wichtig, dass man an seine eigene Köpersprache arbeitet und diese einsetzten lernt. Ist die Basis einer Kommunikation geschaffen kann man diese im Alltag einsetzen. Mit der Zeit wird aber gerade die freie Arbeit immer mehr zu einem Spiel zweier Seelen.

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Freiarbeit/Liberty:

 

Wer träumt nicht davon frei mit seinem Pferd über die Wiese oder den Platz zu toben? Über eine Basisarbeit am Seil oder Strick entsteht eine tiefe Verbindung zu seinem Pferd. Ist die Bindung am Seil gefestigt kann man mit der Arbeit at liberty anfangen. Dies ist nicht mit dem klassischen "Laufen lassen" zu vergleichen. Hingegen werden Formen und Bahnfiguren oder sogar Seitengänge frei vom Pferd verlangt. Toll ist es die Verbundenheit zu seinem Pferd wahrzunehmen, aber auch zu spüren wenn es mal keine Lust mehr hat.

 

"Wenn man das Seil entfernt bleibt nur noch die Wahrheit...."

Zirkuslektionen:

Spanischer Schritt, Kompliment, Steigen, usw…. alles Übungen um das Vertrauen zu stärken, dem Pferd Selbstvertrauen und Körperbewusstsein zu geben und auch einfach aus Spaß an der Freude. Mit einigen Kniffen kann man das spielerisch mit jedem Pferd zusammen erlernen.

 

Verladetraining:

 

Haben Sie Probleme beim Verladen? Kein Problem. Verlanden ohne Zwang ist das Ziel. Das erreicht man durch die Verbesserung der eigenen Entschlossenheit und das dadurch verbesserte Selbstvertrauen des Pferdes. Es ist gar nicht nötig das Pferd durch Futter in den Hänger zu locken, wenn es doch von selbst den Weg hinauf findet und seien Angst verliert.